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  Indikatoren & Oszillatoren >> BollingerBänder

Entstehung
Die BollingerBänder (Bollinger Bands) wurden von John Bollinger von Bollinger Capital Management Anfang der 80ziger Jahre als Indikator erfunden und gehören mittlerweile zum Standard-Werkzeug der TechnischenAnalyse.

Seine Idee wurde durch das statistischen Phänomen der Häufung in der Mitte (goldene Mitte) angeregt, da in normalverteilten Wertegruppen sich eine bestimmte Menge an Werten mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit befindet, die um einen festen Betrag von einem Mittelwert abweichen.
Daraus lässt sich ableiten, dass innerhalb eines Kanals sich alle Kurse befinden müssen, da sie nur begrenzt weit vom Mittelwert (Gleitender-Durchschnitt=MA) notieren können. Hierbei werden BreakOuts (geringe Prozentzahl<=5%) vernachlässigt. Der (Gauss´schen) Normalverteilung wird die Standardabweichung gebildet: es wird die Schwankungsbreite gebildet, d.h. in wie weit der Kurs historisch um den 20-Tage-Durchschnitt geschwankt hat.

Anwendung
Hauptanwendungsgebiet der BollingerBänder sind Aktien: hier wird versucht durch die entstandenen Bänder innerhalb dieser zu traden (Kanaltrading). Auch werden Ausbrüche aus den Bändern getradet.

Beschreibung
Bollinger Bänder sind "Umhüllungslinien" des Kursverlaufs: sie umhüllen den Kursverlauf Basiswertes (Underlyings) mit einem variablen Abstand.
Somit ergibt sich jeweils ein Band oberhalb und unterhalb des Kurses. Innerhalb dieser Bänder bewegt sich der Kurs. Der Abstand zwischen dem Kurs und einem BollingerBand wird als Spannbreite verstanden.

Die BollingerBänder bauen auf einem Gleitenden-Durchschnitt (Moving Average=MA) auf und geben die Marktvolatilität als Abstände nach oben und unten zum Kursverlauf wieder. Somit resultieren die Bänder aus einer Spanne von 2 Standardabweichungen über und unter dem Gleitenden-Durchschnitt.
Der Abstand der Bänder voneinander in Relation mit der Gleitenden-Durchschnittslinie steht somit in Abhängigkeit zu der aktuellen Schwankungsbreite des Underlyings/Basiswertes.
Die Bänder verwenden also Maß für die Verschiebung die Standardabweichung, um die Volatilität des Underlyings wiederzuspiegeln und grenzen so die zu erwartenden Kursschwankungen ein.
Die Entfernung zu der Gleitenden-Durchschnittslinie beträgt als Standard die 2-fache Standardabweichung der Periode.
Man erhält zwei Kurven, indem man die Standardabweichung zu dem Gleitenden-Durchschnitt (20-Tage) hinzuaddiert und subtrahiert.

Die BollingerBänder sind somit sehr einfach: Sie bauen auf einem Gleitenden-Durchschnitt auf, der um je zwei Standardabweichungen nach oben und unten verschoben wird.

Dieser Ansatz ist bereits von den Envelopes bekannt. Jedoch verwenden die Envelopes einen feststehenden Prozentsatz für die Abweichung/Verschiebung, während hingegen die BollingerBänder variabel sind.
Die Variabilität ergibt sich aus der Schwankungsbreite, so dass sich die Bänder individuell dem Underlying/ Basiswert anpassen. Dies ist das besondere an den BollingerBändern, im Gegensatz zu den Indikatoren,Oszillatoren u. Envelopes: die BollingerBänder sind selbstadjustierend.

Statistisch gesehen, liegen 95% der Kurse innerhalb der BollingerBänder (2-fache Standardabweichung), genau darauf bauen die Trading-Ansätze auf.
Bei der einfachen Standardabweichung beträgt der Prozentsatz 70%, dieser wird aber kaum verwendet.

Standard Einstellungen
-Periode zwischen 20-21 Tage (arithmetischer Gleitender-Durchschnitt)

Weitere Einstellungen
-Periode bis zu 50 Tagen
-schnellere Reaktionszeit: Exponentieller-Durchschnitt
-verlangsamtere Reaktionszeit: Geglätteter-Durchschnitt

Berechnung
Oberes BollingerBand = MA + 2s
Mittleres BollingerBand = MA (eigentlich kein Band, sondern der MA auf dem die Berechnung aufbaut)
Unteres BollingerBand = MA -2s


Trading-Ansatz...

... Perioden geringer Volatilität
Bei geringer Volatilität liegen die Bänder sehr eng beieinander, da der Kurs und somit der Gleitende-Durchschnitt langsam seitwärts tendiert (geringe Standardabweichung/Volatilität).
Mit einem baldigen Ausbruch (short/long) kann gerechnet werden, da die Wahrscheinlichkeit einer starken Preisbewegung wächst.


... Perioden mit Volatilität
Da der Kurs sich zu 95% innerhalb der BollingerBänder bewegt, kann man sein Trading anhand der Umkehrpunkte innerhalb der Bänder ausrichten, da der Kurs sich zwischen den Bändern schwankt.
Der Kurse bewegt sich normalerweise von einem Band zum anderen Band.
Umkehrpunkte befinden sich jeweils an dem oberen u. unteren Rand BollingerBand.

Umkehrpunkte befinden sich auch innerhalb der Mitte der Bänder (ähnlich wie bei den TradingRanges: MiddleRange), sind jedoch nicht allzu zuverlässig.


... Top/Bottom Bildung an den Bändern
Bildet sich in der Nähe (außerhalb/innerhalb) eines Band ein Top/Bottom als extreme Punkte wiederholen, so ist dies als Anzeichen für eine bevorstehende Trendwende zu werten.

... Ausbruch aus den Bändern
Hier kann der Ausbruch (Schlußkurs außerhalb der Bänder) als FalseBreak/Fehlausbruch behandelt werden. Da sich der Kurs zu 95% innerhalb der BollingerBänder bewegt, ist mit einem baldigen Wiedereintritt in die BollingerBänder zu rechnen.
Ein Ausbruch aus den Bändern stellt daher im Regelfall eine extreme Übertreibung dar, die kurzfristig korrigiert werden sollte: man traded die Bewegung in Richtung der Ausbruchsstelle.
Diese Gegenbewegung ist erst beendet, wenn der Kurs wieder in die BollingerBänder eintaucht.



Allerdings sind die restlichen 5% beachten: der starke Kursausbruch kann auch auf eine längere Auf-/Abwärtsbewegung hindeuten (solange, bis der Gleitende-Durchschnitt mit seinen BollingerBänder wieder nachzieht/korrigiert).
... steigenden/fallenden BollingerBändern
Steigende/Fallende BollingerBänder können als Trendfolge-Indikator genutzt werden und zeigen einen Aufwärts-/Abwärtstrend an. Die Kurse erreichen dann kaum das jeweils andere Band, sondern schwanken nur zwischen dem Gleitenden-Durchschnitt u. dem oberen Band (im Aufwärtstrend) oder dem unteren Band (im Abwärtstrend).

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